Tradition
Was das Training in Japan verändert
· Fernando Reyes · 6 Min. Lesezeit

Wer in Japan trainiert, kommt selten mit neuen Techniken zurück. Man kommt mit einer anderen Auffassung von Genauigkeit zurück – und mit dem Eindruck, dass vieles einfacher ist, als man es sich zu Hause gemacht hat.
Weniger tun
Die auffälligste Beobachtung: Die erfahrensten Lehrer tun sichtbar weniger. Keine Kraft, kein Effekt, keine Inszenierung. Die Bewegung wirkt beiläufig und ist dennoch strukturell vollständig.
Was aussieht wie nichts, ist meistens das Ergebnis von Jahrzehnten.
Zurück in Hamburg heißt das für den Unterricht vor allem: langsamer arbeiten, sauberer stehen, ehrlicher üben.




